Virtuelles Set
Um eine möglichst problemlose Integration des Darstellers in eine computergenerierte Umgebung zu bewerkstelligen, muss die Beschaffenheit und die Lichtstimmung des angestrebten finalen Gesamtbildes bereits vor den Realaufnahmen geklärt sein. Dementsprechend sind das Aussehen und die Beleuchtung der computergenerierten Umgebung umzusetzen. Wichtige Fragen, die hierbei geklärt werden müssen sind beispielsweise:
- Findet die Einstellung im Freien oder in einem Raum statt?
- Herrscht dementsprechend natürliches oder künstliches Licht vor?
- Zu welcher Tages- bzw. Nachtzeit spielt die Einstellung (Schatten)?
- Findet eine Interaktion zwischen Real- und CG-Elementen statt?
Das oberste Ziel besteht letztendlich darin, das CG-Set unter exakt denselben stereoskopischen Gesichtspunkten zu generieren, unter denen auch die Realaufnahmen gedreht wurden. Um dies zu erreichen, müssen die festgehaltenen Kameradaten des Realdrehs (v.a. Brennweite, Blende, Aufnahmeformat, Kamerapositionen und -ausrichtungen) in die virtuellen Kameras der 3D-Software übernommen werden.
Dazu muss ein entsprechendes Importmodul entwickelt werden, welches den exakten Bewegungspfad der Realkamera im virtuellen Raum simuliert. Anschließend erfolgte die maßstabsgetreue Modellierung der Szene unter Berücksichtigung der gespeicherten Beleuchtungsinformationen vom Realdreh.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Geometriedaten des finalen Szenenmodells als Grundlage für die Erstellung der Audiosimulation dienen. Das bedeutet beispielsweise, dass Räume in Gänze gebaut werden müssen um eine korrekte Schallausbreitung zu simulieren.